Warme Tage, hoher Bedarf

EWB bittet um bewussten Umgang mit Trinkwasser

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – und mit ihnen auch der Wasserverbrauch in der Region. Die Energie- und Wasserversorgung Bünde GmbH (EWB) verzeichnet in diesen Wochen Steigerungen in der Trinkwasserabgabe von 20 bis 25 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Tagesverbrauch. Das ist eine Größenordnung, die das Versorgungssystem spürbar beansprucht. Die gute Nachricht: Die Versorgung steht weiterhin zuverlässig zur Verfügung und gibt noch keinen Grund zur Sorge. Dennoch nimmt die EWB die aktuelle Lage ernst und bittet die Bürgerinnen und Bürger in Bünde und der Region um Unterstützung.

„Die Situation ist angespannt, aber stabil. Unsere Anlagen laufen mit hoher Auslastung, die Versorgungssicherheit ist gewährleistet“, erklärt Dr. Marion Kapsa, Geschäftsführerin der EWB. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein sparsamer und bewusster Umgang mit Trinkwasser gerade in Hitzeperioden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine gemeinsame Aufgabe: „Wasser ist eine kostbare Ressource, auch wenn sie bei uns verlässlich aus dem Hahn kommt. Gerade jetzt merken wir, wie wichtig es ist, dass wir alle einen Beitrag leisten.“

Jeder Liter zählt

In der aktuellen Situation kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen, die Lage zu entspannen. Die EWB appelliert an alle Haushalte, Trinkwasser bewusst einzusetzen. Im Alltag lässt sich unter anderem das Waschen des Autos oder die Reinigung von Terrassen und Gehwegen mit dem Gartenschlauch gut verschieben oder auf ein Minimum reduzieren. Das gilt auch für das Befüllen von Pools, worauf möglichst verzichtet werden sollte. Besonders sinnvoll ist stattdessen eine Regentonne oder Zisterne: Gesammeltes Regenwasser eignet sich hervorragend für die Gartenbewässerung und schont gleichzeitig wertvolle Trinkwasserressourcen. „Wer Regenwasser nutzt, entlastet das Trinkwassersystem“, erklärt die EWB-Geschäftsführerin.

Alles im Blick

Die EWB versorgt jährlich rund tausende Haushalte mit mehreren Millionen Kubikmetern Trinkwasser aus vier Wasserwerken und 35 Brunnenanlagen. Mehr als die Hälfte des benötigten Wasservolumens bezieht die EWB zusätzlich über den Wasserbeschaffungsverband Kreis Herford-West. In den kommenden Sommerwochen wird das Unternehmen die Lage täglich unter Einbeziehung der kurzfristigen Wetterprognosen bewerten. „Zusammen können wir die erhöhte Nachfrage gut bewältigen“, sagt Dr. Marion Kapsa. „Ein bewusster Umgang mit Trinkwasser ist nicht nur jetzt, sondern langfristig ein wichtiger solidarischer Beitrag zum Schutz unserer Ressourcen.“

Für Fragen rund um die Trinkwasserversorgung steht das Team aus dem Center Technik telefonisch unter 05223 967-124 zur Verfügung.